R.O.B. – Robotic Operating Buddy

R.O.B – japanische Famicom Version

Nintendo hatte gerade in den 80er und 90er Jahren ein Händchen für missglückte Hardware. Neben dem Virtual Boy (1995), den ich mir bereits angesehen habe, schaue ich mir heute für euch R.O.B. an.

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R.O.B mit original Verpackung

R.O.B. erblickte im Juli 1985 in Japan das Licht der Welt. Zwei Monate später sollte er auch die Spieler in Nordamerika begeistern. Für den europäischen Markt war seine Lebensspanne viel zu kurz.

Nach dem Video Game Crash, der die USA im Zeitraum von 1983 bis 1985 heimsuchte, versuchte Nintendo seinen 1983 veröffentlichten Family Computer, kurz Famicom, auch am amerikanischen Markt zu etablieren. Als NES (Nintendo Entertainment System) konnte es 1985 gerade mit Super Mario Bros. bei den Amerikanern punkten. Aber Nintendo dachte nach dem Crash weiter und etwas Neues, Innovatives musste her. Dafür verantwortlich zeigte sich Virtual Boy und Game Boy Erfinder Gunpei Yokoi. 

Der einzige interaktive Roboter der Welt sollte die Herzen japanischer und amerikanischer Spieler im Sturm erobern. Gerade sein kindliches Design (der an einen Mix aus E.T. und R2-D2 angelehnt war) sollte den Markt an jungen Spielern beflügeln und auch technikbegeisterte Jugendliche und Erwachsene. Nintendo versuchte immer ein breites Publikum anzusprechen und sich als Familienmarke anzusiedeln.

In den USA gehörte R.O.B. neben dem NES Zapper und zwei Controllern, zur Grundausstattung des Deluxe Sets. Mit dabei das Spiel „Duck Hunt“ um die Lightgun nutzen zu können, sowie ,,Gyromite“ das die Fähigkeiten des kleinen Roboters unter Beweis stellen sollte. 249 US Dollar sollte es bei Markteinführung kosten. R.O.B. wurde aber auch seperat für 49,95 USD verkauft. Aus heutiger Sicht wäre dieser Preis für Sammler ein Schnäppchen.

Die Funktion von R.O.B. sollte so einfach und intuitiv wie möglich sein. Damit R.O.B. die Befehle des Spielers ausführen konnte, musste er erstmal an seiner Unterseite mit Batterien bestückt werden und das sind in diesem Fall 4 AA Batterien an der Zahl. Außerdem konnte er mit einem Augenvisier ausgestattet werden. Dieses sorgte dafür das der Roboter die Signale des Bildschirms durch Sichteinschränkung besser empfangen konnte, falls euer TV bzw. das Bild zu breit sein sollte. Denn ohne einen ,,klaren“ Signalempfang, konnte das die Funktionstüchtigkeit von R.O.B. stören. 
Aber um ,,Gyromite“ spielen zu können, musste man dieses Set (sofern der Roboter einzeln erworben wurde) bestehend aus dem Spiel und den dazugehörigen Gyros (Kreisel) dazu kaufen.

Zuerst habt ihr die Batterien eingelegt, euren Roboter eingeschaltet und darauf gewartet, dass er in eine neutrale Ausgangsposition (Standby) fährt und seine Arme öffnet. Dann konnte man den Gyro-Spinner (der die Mechanik des Spiels umsetzen sollte) anbringen und ebenso das Gestell auf dem die beiden Spinner positioniert wurden, sowie ein roter als auch ein blauer Taster.

Der Gyro-Spinner benötigt eine seperate Energiezufuhr. In diesem Fall eine Typ-D Batterie. 
Um mit R.O.B. zusammen spielen zu können, steckt ihr an euer Famicom/NES in Port 1 ein Pad ein und für ihn als Mitspieler einen für Port 2. Dies wird durch eine Controller Halterung die neben R.O.B. platziert ist umgesetzt, um euere Befehle an ihn weiter zu geben.

Wird das Spiel eingeschaltet, erscheint ein Menü aus dem ihr wählen könnt. In diesem Fall sind das die Kategorien Test, Direct, 1-Player Game A, 2-Player Game B und Game B.
Durch das Auswählen von Test, könnt ihr sehen, ob euer Roboter startklar ist. Ein Bildschirmsignal wird an R.O.B. gesendet und könnt ihr feststellen, ob es loslegen kann. Ist alles ready to go, leuchtet auf des Roboters Kopf eine rote Lampe.

Durch sechs verschiedene Blinksignale des Bildschirms, die R.O.B. erwiedern kann, konnte ein Spiel mit ihm möglich gemacht werden. Natürlich nur auf einem CRT (Cathode-Ray Tube) Monitor. Sprich, wenn ihr heutzutage einmal diesen Roboter ausprobieren möchtet, dann benötigt ihr einen Röhrenfernseher. An einem LCD Bildschirm, wird R.O.B. seine Dienste verweigern.
Mehr als die Farben grün und rot kann der Roboter nicht erkennen und vom Prinzip her funktioniert er wie der NES Zapper, die Lightgun von Nintendo. Man könnte sagen das R.O.B. ein stromunabhäniges Peripheriegerät für eure Konsole ist. 
Durch eure Eingabebefehle am Pad, greift er sich die Spinner um sie entweder auf dem blauen oder roten Taster abzusetzen. 

Kommen wir also zum Menü des Spiels zurück. Direct lässt euch testen ob R.O.B. sich wie gewünscht nach links oder rechts dreht bzw. hebt und senkt.
Game A lässt euch mit Professor Hector allein spielen, während in 2-Player Game B R.O.B. als euer Coop Partner fungiert. 

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-Family Computer Robot- Schriftzug auf der Base von R.O.B

Die Story:

Ihr durchstreift mit der Schöpfung des Professors (R.O.B.) ein Laboratorium und müsst Kreaturen abwehren, die sich des Labors bemächtigen wollen. Um die Gefahr abzuwenden, müsst ihr willkürlich verteilte Dynamitstangen einsammeln.

Die Steuerung:

Mit dem ersten Controller steuert ihr den Professor, mit dem zweiten Controller blaue und rote Säulen die sich im Level befinden. Diese können entweder manuell von euch bedient werden oder R.O.B. übernimmt als Partner den zweiten Controller.

Um ihm jetzt zu sagen, dass er mit euch spielen soll, drückt ihr auf dem ersten Controller die Start-Taste. Dann verfärbt sich der Bildschirm eures TV blau und der Roboter wartet auf eure Befehle. Betätigt ihr nun den A- oder B-Knopf, schnappt sich R.O.B. einen der Spinner um ihn auf die Halterung des Gyro abzusetzen. Es reagiert so mit dem zweiten Controller, der dann die Befehle von euch bzw. des Roboters umsetzt. Sprich, wenn R.O.B. die Spinner auf den roten Taster oder blauen Taster setzt, dann senken bzw. heben sich die blauen/roten Säulen im Spiel. Folglich kann der Professor so seinen Weg fortsetzen. 

Die Eingaben funktionieren zwar, allerdings führt R.O.B. sie sehr langsam und träge aus. Das kann in hektischen Situationen mit Gegnern sehr frustig werden. Ausserdem läuft jeder Level auf Zeit. Insgesamt könnt ihr 40 Level bestreiten. Habt ihr alle Dynamitstangen gesammelt, geht es in den nächsten Abschnitt.
Game B ist für einen Spieler gedacht. Diesmal schlafwandelt der Professor und ihr müsst den Roboter direkt steuern, damit der Professor ans Ziel kommt. Die Start-Taste muss also nicht erst betätigt werden, damit er auf euch reagiert. Hector startet links und läuft langsam weiter nach rechts. Ihr müsst also mithilfe des Roboters die rechte Seite erreichen.

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R.O.B von der Seite

Um euer R.O.B. Fullset komplett zu machen, fehlt euch jetzt noch Stack-Up (auch bekannt als Robot-Block).
Das ist kein Scherz. Mit Gyromite und Stack-Up, habt ihr ein Fullset was euren Roboter unterstützt. Mehr Spiele wurden für ihn nicht veröffentlicht.

Die Story:

Ihr schlüpft erneut in die Rolle des Professors Hector.

Die Steuerung:

Mit Bingo (1P/2P), Direct und Memory stehen euch drei Spielmodi zur Auswahl. Eine Test-Option wurde natürlich auch wieder beigefügt. Bevor ihr loslegen könnt, müssen fünf Halterungen für fünf farbige Blöcke (rot, weiß, grün, blau, gelb) an R.O.B. befestigt werden. Ausserdem zwei Krallen, die es dem Roboter erlauben, die Blöcke greifen zu können. Eine Conroller Halterung gibt es diesmal wie bei Gyromite nicht, was die Vorgehensweise doch recht interessant macht. Es nutzt ein Vertrauenssystem.
Mit Start signalisiert ihr dem Roboter, dass es losgehen kann.

Der Direct Modus zeigt euch Formen, die mit den Blöcken von R.O.B. zusammen gesteckt werden sollen. Man steuert R.O.B. mithilfe von Tasten (ähnlich einem Tastentelefon) im Spiel. Memory zeigt einem ebenfalls Formen an, allerdings muss man die Reihenfolge der Tasten vorher festlegen. Ihr habt dafür allerdings nur einen Versuch. Bei Bingo erstreckt sich ein 5 × 5 großes Feld. Man muss eine volle Serie drücken, um dafür zu sorgen, dass R.O.B. sich bewegt. Im Spielmodus Bingo erscheinen mit Spike und Flipper zwei Gegner. Mit Spike solltet ihr keine Bekanntschaft machen, denn er sorgt dafür das ihr vom Spielfeld fliegt. Flipper (nein er ist kein Delfin) betätigt wie man selbst auch Felder, was dafür sorgt, dass R.O.B. sich in eine falsche Richtung bewegt oder die falsche Aktion ausführt. Ganz schön hinterlistig.

Schon gewusst?

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R.O.B. mit Anleitung

Für den japanischen Famicom R.O.B. gab es die Spiele-Sets Robot-Block und Robot Gyro. Für den US-Markt wurden beide Sets umbenannt in Stack-Up und Gyromite.
Blocks bekam ein eigenes US-Modul, dass auch im Innenleben des Famicom Moduls gleich war. Die ersten Module von Gyromite hingegen, beinhalteten die japanische Modulplatine von Robot Gyro.
Das heißt, dass das Label die US-Version zeigte, sein Innenleben aber die japanische Platine beherbergte.
Man weiß nicht, ob Nintendo zu wenige US-Module produzieren konnte, oder ob noch zu viele japanische Module übrig waren.

Fakt ist aber, dass das japanische Modul in den ersten US-Gyromites steckte. Um es dann mit US-NES-Konsolen lauffähig zu bekommen, implementierte Nintendo noch einen NES-Famicom-Adapter in das Modul.
Innerlich ein Famicom Modul, aber äusserlich ein US-Gyromite. Den Inhalt konnte der Verbraucher ja nicht sehen.
Als ein Spieler sein Gyromite öffnete, war er ziemlich erstaunt als er ein jap. Famicom-Modul inkl. Adapter vorfand. Dementsprechend begehrlich dürften diese Versionen auch sein, da der Adapter unter Sammlern sehr beliebt ist.
Spätere Gyromite US-Fassungen, waren allerdings wieder reinrassige US-Module ohne Adapter. Die Charge war relativ klein. Man kann die beiden unterschiedlichen Fassungen (mit und ohne Adapter) übrigens rein äußerlich nicht unterscheiden. Einzig und allein bemerkbar macht sich dies durch ihr Gewicht.
Der Blogger Benji Edwards stellte fest, dass er von bisher acht Gyromite Modulen, zwei einen Famicom-Adapter enthielten. Das macht gerade mal eine Trefferqote von 25 % aus.

Er stellte auch fest, dass die Version mit und ohne Adapter leichte Farbunterschiede, seitens des Label haben. Darauf festnageln lassen wollte er sich aber nicht.

ROB 02
Ausrichtung von R.O.B.s Kopf um den Fernseher zu sehen

Desweitern sagte er: 

,,Kurz nach dem Schreiben dieses Artikels bemerkte ich einen weiteren Unterschied zwischen FA Gyromite und regulären Gyromite-Labels. Auf dem Etikettenrücken, auf dem Gyromite in Lila steht, haben meine FA Gyromites nach dem Titel ein winziges „TM“ -Markensymbol. Alle meine Gyromiten, die keine TM-Symbole haben, sind reguläre Gyromiten, was darauf hinweist, dass sie das Etikett später in der Produktion geändert haben. Aber hier wird es etwas kompliziert: Ich habe einen regulären Gyromit mit einem TM-Symbol, daher ist der TM kein garantierter Indikator dafür, dass es sich um einen FA-Gyromit handelt.“ 

Ausserdem hat Edwards in einem Test versucht den Schwerpunkt des Moduls auszutarieren, der aber seiner Meinung nach viel zu kompliziert sei. Vielversprechender war ein von ihm ausgeführter Gewichtstest. So könnte man quantitativ feststellen, ob im Gyromite Modul ein Adapter verbaut sei. 

Der Test stellte heraus das Gewicht eines herkömmlichen Gyromite Modul ca. 3,5 Unzen beträgt. Die Version mit Adapter hingegen ca. 4,5 Unzen.

Er führte unzählige Tests mit Modulen durch, stellte aber auch fest, dass einige Module ebenfalls ca. 4,5 Unzen wiegen. Das bedeutete aber nicht das sie ebenfalls einen Adapter beeinhalten, sondern er bemerkte, dass er spätere Spiele zum Test nahm, die wie Kirby oder Zelda einen batteriegestützten Speicher und größere Rom-Chips haben. 
In seinem letzten Test öffnete er jeweils eines der Module mit und ohne Adapter. Alle Gyromite Versionen besitzen mindestens fünf Schrauben. Spätere Versionen nur noch drei an der Zahl. Die Version mit dem Famicom-Adapter jedoch sieben Stück. Die Adapterbaugruppe musste ja auch schließlich befestigt werden und das ließ sich nicht mit weniger Schrauben bewerkstelligen.

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R.O.B Unterseite

Ihr könnt also sehen, dass die Fangemeinde um R.O.B. und dessen zwei Spielen recht groß war und immer noch ist. Man muss sich schon viel Zeit und Mühe aufbringen, um soetwas heraus zu finden. 
Was mir z.b. aufgefallen ist, dass Nintendo trotz herben Nackenschlägen wie dem Virtual Boy, dem Power Glove oder R.O.B. immer wieder neue Herausforderungen angenommen hat. Und nicht nur das, man hat auch an seinen Mitarbeitern festgehalten, obwohl solche Geräte gefloppt sind. Gunpei Yokoi (geb. 10. Sep. 1941, gest. Okt. 1997) setzte den VB und R.O.B. vielleicht in den Sand, dafür gilt er auch heute noch als eine der bedeutendsten Personen in der Firmengeschichte. 

Er schenkte uns Metroid und Kid Icarus, brachte uns mit Game&Watch mobil spielend auf den Weg, entwickelte ein Stück meiner Kindheit mit dem Game Boy und schuf eins der wichtigsten Features der Videospielhistorie: Das Steuerkreutz (auch D-Pad genannt). Er selber entließ sich nach dem Flop des Virtual Boy 1996 und gründete eine neue Firma. Dort setzte er mit Bandai ein Ausrufezeichen namens Wonderswan. Ihm zu Ehren wurde das erste Spiel für diesen Handheld ,,Gunpey“ genannt.

Leider kam er 1997 bei einem tragischen Autounfall ums Leben. 
Aber auch wenn R.O.B. eine Enttäuschung war, brachte er Nintendo dennoch sehr gute Verkaufszahlen in den USA ein. Die Leute wollten das NES und sie wollten diesen Roboter testen. Also zog dieser kleine japanische Roboter aus, um die Herzen der Amerikaner im Sturm zu erobern. Und irgendwie hat er das nicht nur bis heute bei ihnen geschafft.

Die persönliche Note:

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R.O.B braucht 4xAA Batterien um zu funktionieren

Nach all den Jahren ist der Name R.O.B. speziell bei Nintendo Sammlern nicht mehr wegzudenken. Er schlägt damit in eine ähnliche Kerbe wie dessen ,,Kollegenflops“ Virtual Boy oder Power Glove. Was Nintendo früher Hohn und Spott einbrachte, gilt heute als begehrtes Sammlerobjekt, für die begeisterte Nerds einiges an Geld springen lassen. Speziell dann, wenn nicht nur das Gerät daheim stehen soll, sondern auch eine Verpackung, Anleitungen oder Gadgets dabei sind. 

Wir Sammler (und natürlich auch Gamer) sind schon komisches Volk, denn ein Gerät wie R.O.B. oder der Power Glove kostet uns viel Geld, nur um dann in einer unserer Vitrinen, oder auf dem schicken Sideboard zu landen. Denn wirklich spielenswert sind beide Geräte nicht wirklich. Während der damals revolutionäre Handschuh mehr schlecht als recht funktioniert, ist R.O.B. bei seiner Benutzung laut, besitzt nur zwei Spiele (die komplett nahezu ein Monatsgehalt verschlingen) und technisch eher altbacken wirkt. Was in den 80ern vielleicht noch neu und spannend wirkte, ist heute eher ein reines Deko-Objekt. Der Virtual Boy macht aber für eine Runde Zwischendurch immer mal wieder Spaß. Natürlich gibt es auch eine Demoszene, die sich mit solchen Geräten beschäftigt, Dinge herausfindet, tüftelt oder gar entwickelt, für den ,,Normalsterblichen“ und nicht wirklich technikaffinen Gamer aber ein Buch mit sieben Siegeln darstellt.

Aber das alles ist uns egal, weil wir es lieben zu Sammeln, uns an ihrer Anwesenheit zu erfreuen, das mit anderen zu teilen und es in der Sammlung aufnehmen zu können. Ich selber habe einige Jahre nach R.O.B. gesucht, immer und immer wieder. Manchmal war er in meinem Gedächnis nicht so prägnant, aber verschwunden ist er nie. Seine Optik hat mir immer gut gefallen und speziell da die Famicom Version. 

Mir war auch immer klar, dass ich nicht wirklich damit spielen werde, aber ich wusste das der Tag kommt, an dem ich seine Geschichte mit euch teilen möchte. Oft habe ich ihn im Internet gesucht und auch auf Retrobörsen, aber entweder war ich zu langsam und er wurde mir vor der Nase weggeschnappt, oder der Preis war mir einfach zu hoch. Und für ein loses Gerät 200-300 € zu bezahlen, ist mir als reines Deko-Objekt dann doch zuviel.
Manchmal spielt der Zufall aber auch eine große Rolle im Leben. In diesem Fall stieß ich durch eine Unachtsamkeit auf einen Verkäufer aus den Niederlanden. Bei ihm fand ich R.O.B., nur um in meiner Gier nach dem Kauf feststellen zu müssen, dass in diesem Set der Roboter gar nicht inclusive war. Wer lesen kann, ist ganz klar im Vorteil! In diesem Fall waren es eher Bilder schauen, aber wie das mit der Gier manchmal so isst. Schnell zuschlagen, bevor es einer der anderen sieben Interessenten macht.

Nachdem ich meinen Fehler dann eingesehen habe, kontaktierte ich den Verkäufer um zu fragen, ob er den Kauf bei Ebay rückgänig machen kann. Mit einer fetten Entschuldigung natürlich und dem Hinweis, dass ich das Angebot falsch interpretiert hatte.

Seine Antwort (auf engl.) war so lässig wie man das von unseren Resellern nur selten kennt. Kein Problem mein Freund, das kann ja mal passieren. Ich storniere den Kauf einfach bei Ebay und dann bekommst du dein Geld zurück. 
Und so kamen wir immer mehr ins Gespräch und haben dies auf private E-Mails ausgedehnt. Er schickte mir nicht nur Angebote von mindestens fünf Robotern (mit unterschiedlichen Zuständen, OVP dabei/nicht dabei etc.) zu unterschiedlichen Preisen, sondern auch von verschiedensten Spielen. Eins landete sofort mit im Paket, da ich auch dies in mehreren Gruppen vergeblich gesucht habe. Dies tat er auch, damit ich noch Versandkosten sparen konnte und Fotos von allen Seiten des R.O.B. und auch des Spiels.

Mir ist bewusst das auch er nur verkaufen möchte, aber das wie und vor allem die Freundlichkeit überzeugte mich doch sehr. Als das Paket hier eingetroffen ist, hat man gemerkt, wie wichtig ihm seine Kunden sind. R.O.B. war mehrmals mit Blisterfolie in einem größeren Umkarton eingewickelt, die Kanten nochmals seperat mit dickem Schaumstoff geschützt. Das Spiel war ebenfalls in Folie und mit einer Schutzhülle versehen. So schreibt man Dienst am Kunden groß. Dazu noch Preise die wirklich moderat erscheinen. 

Ich persönlich bin mit R.O.B. wunschlos zufrieden. Er ist ,,New Old Stock” (NOS), in Folie, im original Styropor, mit Anleitung und Beipackzettel und funktioniert einwandfrei. 
Und auch wenn er nicht wirklich bespielt wird, ist er eins meiner Highlights, wenn es um Peripheriegeräte in der Sammlung geht. Auch wenn er nur ,,Deko“ ist.

Ob ihr dieses Gerät ,,braucht“ bleibt euch überlassen und ob ihr euch mit der Technik oder den beiden Spielen auseinander setzen möchtet. Ein Hingucker ist der Robotic Operating Buddy aber in jedem Fall.

Robotic Operating Buddy

ROB 05
R.O.B. mit original Verpackung

Auch unter dem Kürzel R.O.B. bekannt. Sollte ursprünglich OTTO heißen.
Vor der CES 1985, wurde über vier weitere Spiele berichtet. Diese erschienen jedoch niemals.

Hersteller…………………………………………………………………….Nintendo
Erstvorstellung…………………….1985 auf der Summer Consumer Electronics Show in Chicago
Veröffentlichung…………………………………………Japan :26.Juli 1985
                                                USA:18.Oktober 1985
Verfügbare Spiele……………………………………………………….Gyromite
                                                            Stack-Up
Höhe…………………………………………………………………………………..24cm
Kopfbewegungsbereich…………………………………….45 ° horizontal zentrierter Neigung. Der Bewegungsbereich des Arms beträgt 240 ° 

Stromversorgung……………………………………………..4xAA Batterien
Cameoauftritte in…….Star Tropics, F-Zero GX, Wario Ware Serie, Star Fox Serie
Spielbarer Charakter in….Mario Kart DS, SSBB, SSBB (3DS&WiiU),SSBU Ultimate
Als Amiboo der Super Smash Bros. Serie…R.O.B. Famicom, R.O.B. USA-Version

-Galerie-

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Ein Gedanke zu „R.O.B. – Robotic Operating Buddy

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